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Die Schwarzwaldklinik

 

Die Entführung (2)

 

 

Im OP.

Prof. Brinkmann: Donnerwetter nochmal, was soll dieser Quatsch denn?

Dr. Bach: Er hat mir verboten die Maske abzunehmen.

Prof. Brinkmann: Und wie soll er Sauerstoff bekommen? Gehen Sie raus.

Mattes: Ich will aber hier bleiben. Ist mir sicherer.

Prof. Brinkmann: Dann müssen Sie sich steril anziehen. Gehen Sie raus, kommen Sie, kommen Sie, kommen Sie.

Mattes: Ok, dann warte ich da.

Eine OP-Schwester kommt rein.

OP-Schwester: Bitte, hier ist das Bild.

Dr. Bach: Wann haben Sie das letzte mal gegessen und getrunken?

Heinz: Am Nachmittag.

Prof. Brinkmann: Wann am Nachmittag?

Heinz: Vor ungefähr acht Stunden.

Prof. Brinkmann: Gut.

Professor Brinkmann sieht sich die Röntgenaufnahme an.

Prof. Brinkmann: Das Geschoss sitzt unterhalb des Schlüsselbeins. Allerdings sehr nahe an der Arterie.

Mattes: Halten Sie keine Vorträge. Fangen Sie endlich an. Wo wollen Sie denn hin?

Prof. Brinkmann: Ich muss mich waschen. Glauben Sie ja nicht, dass er nach der Operation gleich transportfähig ist.

Mattes: Das werden wir ja sehen. Nun fangen Sie endlich an.

Polizisten finden das Versteck der Bankräuber.

Polizist 1: Mensch, des is doch der Wagen.

Polizist 2: Vorsichtig!

Polizist 1: Des is das Kennzeichen.

Die Polizisten gehen ins Haus und finden Spuren der Bankräuber. 

Polizist 2: Die waren hier.

Polizist 1: Kuck hier.

Polizist 2: Wenn die Verletzung schwerer ist, und danach sieht es aus, suchen die bestimmt einen Arzt.

Polizist 1: Na sicher.

Polizist 2: Sieh mal da.

Blut auf einer Decke.

Im OP.

Mattes: Können Sie das Ding nicht abstellen? Das macht einem ganz nervös.

Dr. Bach: Himmel noch mal, halten Sie den Mund. Gehen Sie raus, wenn Sie das nicht aushalten können.

Prof. Brinkmann: Pinzette. Tupfer. Stumpfe Klemme.

Im Haus von Professor Brinkmann. Käti hört die Nachrichten im Radio.

"Drei maskierte Räuber haben am Nachmittag die Sparkasse in Schluchsee im Schwarzwald überfallen und etwa sechsundsechsigtausend Mark erbeutet. Da einer der flüchtigen Täter höchstwahrscheinlich verletzt wurde, bittet die Polizei Ärzte und Kliniken im Raum St. Blasien, Titisee-Neustadt, Hinterzarten um besondere Vorsicht und Besonnenheit weil für möglich erwartet wird, dass die Täter..."

Willi schaltet das Radio aus.

Willi: Na glotz mich nicht so an, Oma. Strick weiter.

Schwester Christa sieht sich die Nachrichten im Fernsehen an.

"Wie die Polizei mitteilt sind die Täter höchstwahrscheinlich bewaffnet. Um zweckdienliche Angaben bittet die Kriminalpolizei. Und nun, meine Damen und Herren, zum Abschluss der Wetterbericht."

Christa schaltet den Fernseher aus und geht zum Telefon. Sie wählt die Nummer der Polizei.

Am Telefon: Polizeidirektion Freiburg?

Schwester Christa: Ja, hier ist Christa Mehnert. Ich habe eben die Nachrichten gehört. Ich kann Ihnen vielleicht einen Hinweis auf die Bankräuber geben.

Am Telefon: Moment, ich verbinde.

Ein paar Sekunden vergehen.

Am Telefon: Hillmann hier.

Schwester Christa: Ja, ich kann Ihnen vielleicht einen Hinweis auf die Bankräuber geben. Es ist nämlich so, ich war mit Professor Brinkmann von der Schwarzwaldklinik verabredet und er ist nicht gekommen und weder zu Hause noch in der Klinik erreichbar. Es könnte doch sein, dass er...

Am Telefon: Moment, ich will mir das notieren.

Im OP. Professor entfernt die Kugel.

Prof. Brinkmann: Tupfer. Gefäßverletzung.

Mattes: Was?

Prof. Brinkmann: Ein Nerv ist auch in Mitleidenschaft gezogen.

Mattes: Sie fangen an mir langsam auf den Nerv zu gehen. In zwei drei Stunden wollen wir hier raus sein.

Prof. Brinkmann: Das ist Ihr Risiko.

Mattes: Hauptsache ist er blutet nicht mehr.

Prof. Brinkmann: Nachbehandlung ist sowieso erforderlich, sonst bleibt der Arm steif.

Mattes: Machen Sie die Wunde wieder zu und überlassen das andere uns.

Prof. Brinkmann: Ich mache Ihnen einen anderen Vorschlag. Sie stellen sich und der hier kann in Ruhe gesundkuriert werden.

Mattes: Hahaha, ich lach mich tot.

Prof. Brinkmann: Mensch, sechzigtausend Mark geteilt durch drei, was ist denn das schon.

Mattes: Zwanzigtausend für jeden. Für Sie ist das vielleicht nichts, für uns ist das eine ganze Menge. Also los.

Prof. Brinkmann: Tupfer.

Die Polizei fährt zum Haus von Professor Brinkmann und klingelt am Tor. 

Willi: Man scheint sie gefunden.

Willi zerrt Käti zum Fenster.

Willi: Verdammt, das ist Polente. Wenn der Professor von der Klinik aus die Kripo informiert haben sollte, dann bist Du gleich ne Leiche. Jetzt hör mir gut zu. Wir nehmen jetzt ganz ruhig das Haustelefon und Du tust müde und veschlafen und sagst der Professor liegt im Bett und schläft.

Käti: Wie kann er im Bett liegen und schlafen, wenn er von der Klinik aus die Polizei angerufen hat?

Willi: Sehr gut, Oma. Dann sagst Du einfach, er ist nicht zu Hause. 

Käti: Jaja.

Willi: Ein falsches Wort und...

Willi nimmt den Hörer und gibt ihn Käti.

Käti: Ja, bitte?

Polizist: Verzeihung gnädige Frau, hier ist die Polizei. Ist der Professor da?

Käti: Nein, er ist ausgegangen.

Polizist: Ausgegangen? Nicht in die Klinik?

Käti: Nein, ausgegangen.

Polizist: Und es ist auch nichts besonderes vorgefallen? Es könnte nämlich sein, dass ein verletzter Bankräuber ärztliche Hilfe sucht.

Käti: Nein, hier war niemand.

Polizist: Na dann entschuldigen Sie die Störung. Gute Nacht!

Käti: Gute Nacht.

Willi hängt den Hörer wieder ein. Die Polizei fährt weg.

Willi: Los, ruf mal in der Klinik an, im OP.

Käti: Was?

Willi: Ich muss mal meinen Kumpel sprechen. Na los, wirds bald.

Käti ruft in der Klinik an. 

Im OP nimmt Professor Brinkmann den Hörer ab.

Prof. Brinkmann: Brinkmann?

Professor Brinkmann geht zu Mattes.

Prof. Brinkmann: Telefon für Sie.

Mattes: Für mich?

Prof. Brinkmann: Ja, für Sie.

Mattes geht ans Telefon.

Mattes: Hallo?

Willi: Du hör mal, Ihr müsst aufpassen. Hier war Polente.

Mattes: Und?

Willi: Und, und, nichts und. Wie gehts Heinz?

Mattes: Operation ist fertig. Jetzt muss er nur noch aufwachen.

Willi: Verdammt noch mal, muss denn das sein? Könnt Ihr nicht einfach losfahren?

Mattes: Ich weiß nicht. Mal sehen.

Mattes legt den Hörer auf.

Mattes: Na, wie gehts Heinz?

Prof. Brinkmann: Nicht so gut wie Ihnen. Er ist nicht transportfähig.

Mattes: Für den Notfall habe ich immer noch Sie, klar?

Die Polizei kommt zur Schwarzwaldklinik. Schwester Christa erscheint ebenfalls dort.

Kripobeamter: Fahrt Euren Wagen hinten in Deckung. Los! Sind Sie die Dame, die angerufen hat?

Schwester Christa: Ja.

Kripobeamter: Kommen Sie bitte mit. Ist das der Wagen vom Professor?

Schwester Christa: Ja.

Kripobeamter: Und wem gehört der Wagen?

Schwester Christa: Der da gehört Frau Doktor Bach, unsere Anästhesistin.

Kripobeamter: Und wo ist der OP-Raum?

Schwester Christa: Der ist auf der anderen Seite.

Kripobeamter: Los, beeil Dich. Hinten auch. Und Sie fahren bitte auch weg.

Schwester Christa: Ja, natürlich.

Im Haus von Professor Brinkmann.

Willi: Haben Sie eine Wäscheleine oder sowas, gnädige Frau. Aber ein bisschen plötzlich.

Käti: Nein, hab ich nicht.

Willi: Haste nicht. Na gut, dann habe ich was.

Käti: Was... was is... was... was machen Sie... was machen sie denn?

Willi: Wenn's weh tut sag Aua, Oma.

Käti: Aua! Aua... ich... ich verbitte... (jammernd)

Jerry sieht zu, wie Käti an den Stuhl gefesselt wird.

Bei der Schwarzwaldklinik. Heinz wird zum Auto gebracht.

Mattes: Los, rein. Vorsichtig.

Der Kripobeamte und Schwester Christa beobachten alles aus einem Versteck.

Schwester Christa: Wollen Sie den nicht aufhalten?

Kripobeamter: Nein, besser nicht. Es ist zu befürchten, dass einer der Bankräuber die Hausangestellte des Professors als Geisel hält.

Mattes: Sie steigen da vorne ein. Und Sie gehen jetzt wieder rein. Ein Wort zur Polizei, dann ist Ihr Professor dran.

Kripobeamter: (spricht über Funk) Achtung, der Wagen kommt.

Die Bankräuber fahren zum Haus von Professor Brinkmann.

Willi steigt ein.

Willi: Na? gehts?

Heinz: Jaja. Nur ein bisschen schwach.

Willi: Naja, das wird schon. Los, gib Gas!

Gleich in der Nähe steht die Kripo.

Kripobeamter: Habt Ihr die Peilung?

Über Funk: Wagen 4, alles klar. Wir hängen uns dran.

Kripobeamter: Abstand halten und nichts unternehmen solange der Professor bei ihnen ist. Wagen 3 zum Haus Brinkmann.

Über Funk: Wagen 3, alles klar.

Die Kripo fährt zum Haus. Schwester Christa trifft ein.

Schwester Christa: Haben die Gangster den Professor noch nicht frei gelassen?

Beamter: Nein, deswegen können wir ja auch nichts machen.

Die Kripo stürmt das Haus und findet Käti.

Jerry bellt die Beamten an.

Schwester Christa: Um Gottes Willen, Käti. Was ist denn passiert?

Käti: Wo... wo ist der Professor? Haben diese Verbrecher ihn mitgenommen?

Beamter: Es wird ihm schon nichts passieren. Sie werden ihn freilassen, sobald sie sich in Sicherheit fühlen. Können sie eine Beschreibung des Mannes geben, der Sie gefesselt hat?

Käti: Ja... er war maskiert. Nein nein, ich... ich kann jetzt wirklich nicht. Oh, Jerry, Du bist wirklich zu nichts zu gebrauchen. Machst Männchen und siehst zu, wie ich gefesselt werde.

Unterwegs mit den Bankräubern.

Prof. Brinkmann: So, jetzt müsst ich bald mal aussteigen, nicht?

Mattes: Bist Du einigermaßen ok?

Heinz: Jaja, es brennt nur noch ein bisschen.

Mattes: Nur noch einen kleinen Augenblick, dann können Sie raus.

Das Auto kommt zum Stehen.

Mattes: Bitte. Ihren Wagen müssen wir uns leider noch für einige Zeit ausleihen.

Professor Brinkmann steigt aus.

Heinz: Vielen Dank noch.

Prof. Brinkmann: Ist schon gut.

Die Kripo ist den Bankräubern auf den Versen.

Kripobeamter: (per Funk) Seid Ihr noch hinter uns?

Über Funk: Ja, wir sind es.

Kripobeamter: (per Funk) Passt auf, da vorne am Rastplatz steht jemand. Das könnte der Professor sein. Nehmt ihn auf. Wir fahren weiter um die Peilung nicht zu verlieren.

Zwei Autos fahren den Rastplatz ein. Der vordere Wagen blendet auf und fährt durch. Der zweite Wagen hält an.

Beamter: Guten Tag. Sind Sie Professor Brinkmann?

Prof. Brinkmann: Ja.

Beamter: Kriminalpolizei. Steigen Sie bitte ein.

Prof. Brinkmann: Dankeschön.

Beamter: (per Funk) Helmuth? Es ist der Professor. Wir fahren jetzt zurück. Alles ok.

Beim Haus von Professor Brinkmann.

Professor Brinkmann kommt nach Hause.

Schwester Christa und Käti sind überglücklich.

Prof. Brinkmann: (küsst Schwester Christa) Alles Gute zum Geburtstag. (küsst Käti) Entschuldige, dass ich aufgehalten wurde, Käti.

Käti: Er spinnt wieder mal. So ist er. Wenn er seinen richtigen Kugelschreiber nicht findet, kann er sich maßlos aufregen. Aber wenns um Kopf und Kragen geht, da ist er die Ruhe selbst.

Prof. Brinkmann: Nur äußerlich, Käti, nur äußerlich, komm, nur äußerlich. Also sowas habe ich noch nicht erlebt.

Käti: Immerhin, das gibt er zu.

Prof. Brinkmann: Und wie ist es Euch ergangen?

Käti: Ach, gefesselt hat mich so ein... so ein Kerl, wie in einem dieser scheußlichen Krimis. Christa habe ich es zu danken, dass der Spuk so schnell vorüber ging. Sie hat blitzgescheit geschaltet.

Prof. Brinkmann: Sag mal, wo ist...

Käti: Naja, Dein Geschenk hat er mitgenommen, dieser Schurke. Hat die Polizei denn inzwischen sie schon gefunden?

Prof. Brinkmann: Du, das weiß ich nicht, die Fahndung läuft ja noch. Komm.

Käti: Haben sie Dich wenigstens gut behandelt?

Prof. Brinkmann: Also gut behandelt ist übertrieben. Kavaliere waren die wirklich keine.

Schwester Christa: Käti meint, Dein Hund hat sich hervorragend bewährt.

Prof. Brinkmann: Ahja? Oh, das freut mich.

Schwester Christa: Den Kriminalbeamten hat er angebellt, vom Bankräuber hat er sich streicheln lassen.

Alle lachen.

Prof. Brinkmann: Naja, er ist auch kein Held, nicht? Wie sein Herrchen. Oder er ist schlau. Ja. Er hat genau aufgepasst, dass der Bankräuber nicht die Nerven verliert, nicht? Du bist ein braver Hund.

Käti: Ich mach jetzt einen Tee. Nein nein, Christa. Bleib hier. Vielleicht will er Dir noch etwas Nettes zum Geburtstag sagen. Weißt Du, wenn ich dabei bin, da ist er immer sehr gehemmt. Komm Jerry, wir stören hier nur.

Prof. Brinkmann: Sowas Blödes. Ich und gehemmt.

Schwester Christa: Naja, vielleicht... ein bisschen.

Prof. Brinkmann: Weißt Du, als die mich mit der Pistole bedrohten, da habe ich... habe ich mir gedacht: sag mal, das könnt Ihr mir doch nicht antun, dass ich Dich nie wieder sehen soll. Jetzt, wo alles erst richtig anfängt zwischen uns.

Schwester Christa: Das war Dein erster Gedanke?

Prof. Brinkmann: Ja, stell Dir vor. Ich war selbst ein bisschen überrascht.

Professor Brinkmann und Schwester Christa küssen sich.

Die Bankräuber in ihrem neuen Versteck, ein altes verlassenes Fabrikgelände. Die Polizei umstellt das Gebäude.

Mattes geht an die frische Luft.

Über Funk: Da kommt jetzt einer.

Polizist: Erkannt.

Der Kripobeamte zieht seine Pistole.

Über Funk: Plane Zugriff.

Polizist: Warten.

Der Polizist drückt die Pistole des Kripobeamten runter.

Mattes steckt sich eine Zigarette an und geht wieder rein.

Mattes: Kaffee endlich fertig?

Willi: Komm, stell Dich nicht so an. Wir sind hier nicht im Grand Hotel.

Mattes: Die Firma scheint pleite zu sein. Kein Schwanz zu sehen draußen.

Willi: Na, nach Ruhetag sieht das gerade nicht aus, wa?

Mattes: Wie gehts Dir, Heinz?

Heinz: Geht schon, danke. Gibts noch was anderes als trockene Kekse?

Willi: Momentan nicht. Aber bald können wir schlemmen. Hier.

Willi holt eine Packung Zigaretten aus seiner Tasche und findet das Geschenk, was er bei Professor Brinkmann mitgehen lassen hat, eine Armbanduhr.

Willi: Sieh mal. Hatte ich ja völlig vergessen.

Heinz: Wo hast Du die denn her?

Willi: Ein Geschenk vom Professor.

Heinz: Da ist aber auch nicht gerade fein. Er hat mich schließlich operiert.

Willi: Ach, komm, red doch keine Scheiße. Wenn Du Lust hast, bring sie ihm zurück und sag: Hier, so war es nicht gemeint.

Heinz: Jaja, komm, gib her.

Willi: Ja, hier.

Heinz: Ich schicke ihm die Uhr irgendwann mal mit der Post zurück.

Mattes: So dumm kannst auch nur Du sein.

Heinz: Ist doch meine Sache, oder? Wo is'n das Geld?

Willi: Im Kofferraum von Brinkmanns Auto.

Mattes: Was machen wir hier mit dem Auto?

Willi: Erstmal wenn die Luft rein ist, mal irgendwo stehen lassen, oder?

Mattes: Sie Luft ist jetzt schon rein. Weißte was? Wir fahren in die Stadt, mal tüchtig was einkaufen, ha?

Willi: Gute Idee. Was meinste, Heinz? Hälst ne halbe Stunde ohne uns aus?

Heinz: Na komm, bin doch kein Kind mehr, oder?

Willi: Also komm.

Mattes: Machs gut.

Heinz: Bringt Erdbeeren mit.

Willi: Jaja, vielleicht auch noch mit Sahne, oder?

Mattes und Willi gehen nach draußen.

Aus dem Megaphon ertönt es: HALT! POLIZEI! HÄNDE HOCH!

Mattes und Willi werden festgenommen. Heinz zieht seine Pistole und läuft hinterher.

Er schießt wild um sich herum.

Aus dem Megaphon: HALT! STEHEN BLEIBEN! WERFEN SIE DIE WAFFE WEG!

Der Kripobeamte zielt auf Heinz und trifft. Heinz bricht zusammen.

In der Schwarzwaldklinik. Heinz wird in den OP gebracht. Er stirbt auf dem OP-Tisch.

Professor Brinkmann kommt aus dem OP. Der Kripobeamte wartet.

Kripobeamter: Herr Professor Brinkmann?

Prof. Brinkmann: Ja?

Kripobeamter: Die Uhr soll ich Ihnen geben. Die gehört doch Ihnen. Der Bankräuber hatte sie bei sich.

Prof. Brinkmann: Dankeschön, ja. Die Blutung war nicht zu stillen.

Kripobeamter: Eine Chance hatte er ja.

Prof. Brinkmann: Trotzdem. Entschuldigen Sie.

Professor Brinkmann geht.

Kripobeamter: (zu sich selber sagend) Ja, schon gut.

Professor Brinkmann im Chefarztzimmer. Sitz im Sessel und raucht eine Zigarette.

Es klopft an die Tür. Meislein kommt rein.

Meislein: Entschuldigen Sie bitte, aber...

Prof. Brinkmann: Herrgott noch mal, ich habe doch ausdrücklich gesagt keine Störung.

Schwester Christa kommt zur Tür rein.

Prof. Brinkmann: Entschuldige, komm rein. Setz Dich hin. Hach, so ein Idiot. Da flick ich ihn provisorisch zusammen und hab ihn zehn Stunden später als Leiche auf dem Operationstisch. Und warum? Weil er in völlig aussichtsloser Lage auf Polizisten losballert. Nicht zu fassen. Und Deinen Geburtstag holen wir heute nach, ja?

Schwester Christa: (nickt)

Professor Brinkmann holt die Armbanduhr aus seiner Tasche.

Prof. Brinkmann: Dein Geburtstagsgeschenk. Es war zwar kurzfristig in Händen von Bankräubern, nimmst Du es trotzdem? Das Etui wird nachgeliefert.

Schwester Christa: Ja, natürlich. Aber... gib es mir doch heute Abend, ja? Im feierlichen Rahmen. Ich geb nämlich einen Empfang.

Prof. Brinkmann: Ahja? Wieder für zwei Personen?

Schwester Christa: Ja!

Professor Brinkmann und Schwester Christa wieder glücklich vereint.

 

 

 

 

 

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